Schabenbekämpfung

Vorgehensweise bei der Schabenbekämpfung:

  • Befallsanalyse: Wir bestimmen die genaue Schabenart (z. B. Deutsche Schabe oder Orientalische Schabe) und suchen nach Nestern, Laufwegen und Verstecken hinter Geräten, in Fugen oder Schächten.
  • Einsatz von Schabengel: Wir tragen ein spezielles, hochwirksames Fraßgel in kleinen Tropfen an den Laufstraßen und Schlupfwinkeln auf. Das Gel enthält einen starken Lockstoff und ein verzögert wirkendes Insektizid. Die Schaben fressen das Gel, tragen es ins Nest und stecken durch den Kannibalismus auch Artgenossen an, was zur Auslöschung der gesamten Kolonie führt.
  • Insektizidsprays / Nebelmittel: Ergänzend oder bei akutem Bedarf werden professionelle Sprays (mit Langzeitwirkung) in Ritzen und Fugen gesprüht, um flüchtende Tiere sofort zu treffen.
  • Monitoring und Verlaufskontrolle: Mit Klebefallen (Monitoring-Fallen) überprüfen wir nach einigen Tagen bis Wochen den Erfolg der Maßnahme und stellen sicher, dass keine Nachkommen (Nymphen) oder neuen Eierpakete überlebt haben.
  • Prävention und Hygieneberatung: Zum Schluss geben wir Hinweise, wie Fugen versiegelt, Lebensmittel hermetisch verschlossen und Feuchtigkeitsquellen beseitigt werden können, um einen Neubefall zu verhindern

 

Relevante Arten:

In Deutschland treten vor allem vier bis fünf Schabenarten als echte Hygiene- und Materialschädlinge in Wohnungen, Küchen und Betrieben auf.

Dazu kommt eine harmlose Waldschabe, die oft irrtümlich für einen Schädling gehalten wird. Ausführliche Informationen und Rat zur Bekämpfung stellt das Umweltbundesamt bereit.

  • Deutsche Schabe (Blattella germanica):
    • Größe & Aussehen: 9 bis 16 mm lang, hell- bis dunkelbraun, mit zwei charakteristischen schwarzen Längsstreifen auf dem Halsschild. Kann nicht fliegen.
    • Vorkommen: Die häufigste Art in deutschen Haushalten, Restaurants oder Krankenhäusern. Liebt warme und feuchte Orte wie Küchen und hinter Kühlschränken.
  • Orientalische Schabe (Blatta orientalis / Gemeine Küchenschabe):
    • Größe & Aussehen: 22 bis 30 mm groß, dunkelbraun bis schwarz, flugunfähig.
    • Vorkommen: Hält sich gerne in feuchteren, kühleren Bereichen auf (Klassenräume, Keller, Kanalisation, Bäckereien).
  • Amerikanische Schabe (Periplaneta americana):
    • Größe & Aussehen: 26 bis 44 mm lang, rotbraun, flugfähig.
    • Vorkommen: Seltener in Privathaushalten, eher in großen Gewächshäusern, tropischen Tieranlagen oder importierten Warenlagern.
  • Braunbandschabe (Supella longipalpa / Möbelschabe):
    • Größe & Aussehen: 10 bis 15 mm groß, hell- bis dunkelbraun mit hellen Querstreifen.
    • Vorkommen: Braucht weniger Feuchtigkeit als die Deutsche Schabe und versteckt sich gerne in Möbeln, hinter Tapeten oder in Elektronik.

 

Die Verwechslungsgefahr: Die Bernstein-Waldschabe

  • Aussehen: Sie sieht der Deutschen Schabe ähnlich, hat aber keine dunklen Längsstreifen auf dem Halsschild. Zudem ist sie tagaktiv und fliegt gut zum Licht.
  • Status: Sie ist ein harmloser Lasekt aus der Natur, der sich im Sommer oft in Wohnungen verirrt, dort aber von selbst stirbt, weil sie keine Nahrung und Feuchtigkeit aus dem Hausinneren nutzt.

 

Warum Schädlinge gefährlich sind

  • Krankheitserreger: Sie übertragen Keime wie Salmonellen, Viren und Pilzsporen.
  • Allergien: Kot und Häutungsreste der Tiere können Allergien und Asthma auslösen.
  • Falls Sie einen Verdachtsfall haben, teilen Sie mir gerne mit:
  • Wie die Schabe aussieht (Größe, Streifen auf dem Halsschild)
  • Ob sie aktiv ist (tag- oder nachtaktives Verhalten)