Ameisenbekämpfung

Vorgehensweise bei der Ameisenbekämpfung:

  • Bestandsaufnahme: Wir analysieren die Art (z. B. Wegameisen, holzbewohnende Arten oder invasive Problemarten wie Pharaoameisen) und folgen den Laufstraßen, um die Struktur und Lage der Nester zu identifizieren.
  • Gezielte Bekämpfung mit Gels und Ködern: Statt wirkungsloser Kurzzeit-Sprays nutzen wir hochattraktive Spezialgele oder Köderdosen. Die Arbeiterinnen fressen das Gift und schleppen es in das Nest, wo es an die Brut und die Königinnen verfüttert wird.

 

Relevante Arten:

Die Schwarze Wegameise (Lasius niger) ist die in Deutschland bei Weitem häufigste und bekannteste Ameisenart. In Deutschland leben insgesamt über 110 heimische Ameisenarten.

  • Schwarze Wegameise (Lasius niger):
    • Aussehen: Schwarz bis dunkelbraun, ca. 3 bis 5 mm groß.
    • Vorkommen: Im Garten, auf Gehwegplatten, Terrassen und im Rasen. Sucht zur Nahrungssuche oft Häuser auf.
  • Braune Wegameise / Mauerameise (Lasius brunneus):
    • Aussehen: Gelblich-brauner Kopf/Brust, dunkler Hinterleib, ca. 2,5 bis 4 mm.
    • Vorkommen: Nistet in alten Bäumen und manchmal in verbautem Holz am Haus; gilt als Materialschädling.
  • Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus):
    • Aussehen: Tiefschwarz und stark glänzend, bis zu 5 mm groß.
    • Vorkommen: Baut markante Nester aus Pappnadeln in morschem Holz oder alten Bäumen.
  • Rote Waldameise (Formica rufa):
    • Aussehen: Rot-schwarzer Körper, 4 bis 11 mm groß.
    • Vorkommen: In lichten Wäldern und an Waldrändern; baut große, kuppelförmige Nester aus Nadeln und Zweigen. Sie steht in Deutschland unter strengem Naturschutz.
  • Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus):
    • Aussehen: Bernsteingelb bis hellbraun.
    • Vorkommen: Vor allem auf Wiesen und Rasenflächen, wo sie kleine Erdspione/-hügel anlegt.
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Eingeschleppte oder problematische Arten

  • Pharaoameise (Monomorium pharaonis):
    • Aussehen: Sehr klein (1,2 bis 2,5 mm), bernsteingelb.
    • Vorkommen: Benötigt warme Gebäude (Heizungsschächte, Krankenhäuser) und gilt als Hygiene- und Gesundheitsschädling.
  • Große Drüsenameise (Tapinoma magnum):
    • Aussehen: Fast durchgehend schwarz, riecht beim Zerdrücken nach ranziger Butter.
    • Vorkommen: Eine invasive Art aus dem Mittelmeerraum, die sich in Teilen Deutschlands ausbreitet. Sie bildet riesige Superkolonien und kann Gehwege oder Stromkästen beschädigen. Weitere Infos dazu bietet das Umweltbundesamt.