Vorgehensweise bei der Rattenbekämpfung:
- Analyse und Spurensuche
- Laufwege finden: Wir suchen nach Kot, Nagespuren und Fettspuren an Wänden, um die Wege der Tiere zu bestimmen.
- Nester und Zugänge lokalisieren: Wir finden heraus, wo sich die Tiere verstecken (unter Platten, in Hohlräumen oder im Erdreich) und wie sie ins Gebäude oder auf das Grundstück gelangen.
- Ursachen ermitteln: Wir prüfen, ob Müll, offene Kompostsituationen oder defekte Abwasserrohre (Kanalisation) das Problem verursachen.
- Bekämpfung
- Köderboxen mit Rodentiziden: Er stellt spezielle, verschlossene Giftboxen auf, die für Kinder und Haustiere unzugänglich sind. Die verwendeten Wirkstoffe (meist Blutgerinnungshemmer) wirken zeitverzögert, damit scheue Ratten den Köder annehmen.
- Mechanische Fallen: Ergänzend oder alternativ kommen professionelle Schlagfallen in gesicherten Tunneln zum Einsatz.
- Regelmäßige Kontrolle: Der Schädlingsbekämpfer kontrolliert die Stationen in festen Abständen, sammelt tote Tiere ein und passt die Strategie bei Bedarf an.
Relevante Arten:
Wanderratte (Rattus norvegicus):
- Häufigkeit: Die mit Abstand dominierende und am häufigsten vorkommende Rattenart in Deutschland.
- Merkmale: Bis zu 30 cm lang (plus ca. 30 cm Schwanz), Gewicht bis zu 500 Gramm. Sie hat ein braun-graues Fell, eine stumpfe Schnauze und kleine Ohren. Der Körper ist länger als der Schwanz.
- Lebensraum: Lebt am Boden, in Höhlen und als einzige Art auch in der Kanalisation. Von dort aus dringt sie in Keller oder Gärten vor.
Hausratte (Rattus rattus):
- Häufigkeit: Mittlerweile sehr selten geworden; sie steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
- Merkmale: Schlanker gebaut, wiegt maximal 300 Gramm. Sie hat eine spitze Schnauze, große Ohren und ein dunkles (oft schwarz-graues) Fell. Ihr Schwanz ist länger als der Kopf-Rumpf-Bereich.
- Lebensraum: Bevorzugt trockene, höher gelegene Bereiche wie Dachböden oder Zwischendecken, da sie eine exzellente Kletterin ist.